Ergebnisse 2. Relegationsrunde der 1. Herrenmannschaft 2008

Hochmotiviert nach dem 9:5 Sieg gegen den SV Ramsthal im ersten Relegationsspiel, trat der TV Ebern auswärts gegen die DJK Astheim an. Nachdem die Turnhalle in Astheim zu klein für dieses Event ist, musste sich die Heimmannschaft ein neues Spiellokal zu suchen. Dankenswerterweise stellten die Sportfreunde aus Sommerach beste Spielverhältnisse für dieses Event zur Verfügung.

Unschöner Beginn

Leider stand die Begegnung von Beginn an unter einem schlechtem Stern. So hatte Hans-Jürgen Becker bei der Begrüßung der Mannschaften und Zuschauer seitens des Bezirks Unterfranken äußerste Probleme die deutschen Namen der Spieler des TV Ebern auszusprechen und verhaspelte sich dabei, als ob er lauter ausländische Namen zu nennen hätte.

Insbesondere der vom Bezirk bestellte Schiedsrichter Dieter Hufnagel (TSG Estenfeld) brachte vor ca. 40 anwesenden Zuschauern zu Spielbeginn eine unnötige Härte ins Spiel. So monierte er bei Kontrolle der Schläger den Noppenbelag von Wilhelm Wetz und Bernhard Süppel, erklärte diese für nicht zulässig und forderte dazu auf einen anderen Schläger zur Hand zu nehmen. Als Beleg für seine Entscheidung präsentierte er eine zum 01.04.2008 ausgedruckte Belagliste der ITTF. Nachdem sich die Spieler des TV Ebern im Recht sahen, kam es zu unschönen Verzögerungen für die Zuschauer und verbalen Disputen.

Auf den Mannschaftsführer Bernhard Süppel, der Protest gegen die Einflussnahme des Schiedsrichters einlegen wollte, ging der Schiedrichter nicht ein und diskutierte munter mit den anderen Spielern des TVE weiter. Erst der Eberner Hilmar Treiber konnte die Angelegenheit aufklären. Er erkannte, dass in der Legende der ITTF-Belagliste für Materialzulassungen eindeutig zu lesen ist, dass die Beläge der monierten Schläger erst zum 01.07.2008 ihre Zulassung verlieren. Nach der Belagzulassung durch den Schiedsrichters verzichtete der Eberner Mannschaftsführer schließlich auf die Protesteinlegung, um nicht noch mehr Unfrieden in dieses Match zu bringen.

Die Heimmannschaft aus Astheim hielt sich vorbildlich aus den Diskussionen heraus und versicherte, dass die Geschichte nur durch die Auffassung des Schiedsrichters entstanden ist und sie hierzu nicht beigetragen hat.

Von Beginn an musste das Team einem Rückstand hinterherlaufen

Nach den insbesondere für die Zuschauer unschönen Auseinandersetzungen war die Konzentration bei den Spielern doch merklich gestört, während die Astheimer dies lockerer kompensierten, taten sich die Eberner doch etwas schwerer und gingen nervöser als sonst ins Geschehen. Während Wetz/Scharf ihr Doppel 3:1 gegen die favorisierten Kram/Sponsel gewannen unterlagen Treiber/Brückner und Süppel/Rose jeweils knapp nach fünf Sätzen. Damit mussten die Spieler des TV Ebern von Beginn an einem Rückstand hinterher laufen. Wilhelm Wetz war gegen Kram bestens aufgelegt und glich zum 2:2 für den TVE aus. Nicht so gut lief es bei Hilmar Treiber gegen Martin. So griff der Astheimer jeden Ball an und machte kaum eigene Fehler, so dass er nach jeweils knappem Satzverlauf mit 3:0 gewann.

Nun musste das mittlere Paarkreuz für die Kehrtwende sorgen. Herbert Scharf lieferte sich mit Sponsel ein für die Zuschauer sehr interessantes Match. Nach 0:1 Rückstand ging er mit 2:1 Sätzen in Führung. Doch Sponsel traf im vierten Satz jeden Ball und glich zum 2:2 aus. Erst in der Verlängerung musste sich der Eberner nach tollem Spiel knapp mit 11:13 geschlagen geben. Anders sah es bei Gilbert Brückner aus. Er gewann den ersten Satz souverän mit 11:5 und alles sah nach einer sicheren Angelegenheit für den Eberner aus. Doch der Astheimer kam immer besser ins Spiel und Brückner hatte zunehmend Probleme mit den Angriffsnoppenbällen seines Gegners. Nach zwei knapp verlorenen Sätzen lief in Satz vier nicht mehr viel zusammen.

Mit einem 5:2 Rückstand im Gepäck war das hintere Paarkreuz nun zum Siegen verdammt. Nach einem mit 12:14 verlorenen ersten Satz kam Bernhard Süppel besser ins Spiel und brachte den TV Ebern mit seinem Sieg zum 3:5 heran. Dagegen haderte Matthias Rose mit seinem Glück, musste bei seiner 1:3 Niederlage doch viele Netz- und Kantenbälle einstecken. Ohne diese wäre das Spiel sicherlich knapper ausgegangen.

Nach der 6:3 Führung spielten die Astheimer befreit auf und spielten sich in einen wahren „Rausch“. Jeder Ball gelang und auf gute Bälle der Eberner hatten sie auch die bessere Antwort. Auch wenn die Sätze meist knapp ausgingen, so sicherte sich die DJK Astheim schließlich verdient den Sieg. Astheim war an diesem Tag einfach motivierter, beweglicher und vor allem lockerer. Von der Höhe aus, hätte dieser bei einem Satzverhältnis von 31:19 aber durchaus knapper ausfallen müssen.

Die Spieler des TV Ebern waren nach diesem Spiel niedergeschlagen und gratulierten den Astheimern zum Klassenverbleib. Nun hat das Team nur noch über einen freiwilligen Rückzug einer höheren Mannschaft die Option in die 2. Bezirksliga aufzusteigen und muss auf die Meldefrist bis zum 10. Juni warten.

Doch auch, wenn der Saisonabschluss nicht gelang, so können die Spieler des TV Ebern mit dem Saisonverlauf doch sehr zufrieden sein. Gegen die überlegene Mannschaft vom TV Etwashausen II (freiwilliger Abstieg bei nahezu gleicher nomineller Besetzung) war die Meisterschaft eh kein Thema. Und mit Platz zwei knapp vor dem Aufsteiger TTC Kerbfeld hatte man eine gute Spielrunde abgeliefert.

Vom Sieg im ersten Relegationsspiel gegen den SV Ramsthal profitierten sogar zwei Eberner Teams. Da dadurch die 2. Herrenmannschaft nach dem Relegationserfolg gegen Kleinlangheim automatisch in die 3. Bezirksliga/Ost aufsteigen konnte. Gleichzeitig rückt auch die 3. Herrenmannschaft des TV Ebern als Tabellendritter in die 1. Kreisliga nach.

Zuschauer waren spitze

Ein großer Dank geht an die Eberner Zuschauer, die das Team toll mit Rasseln und Klatschen unterstützten. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit hatten sie die „Fanhoheit“! Toll gemacht und Danke dafür!!!

Ergebnisse DJK Astheim gegen TV Ebern: Martin/Hufnagel – Treiber/Brückner 11:7, 8:11, 15:13, 9:11, 13:11, Kram/Sponsel – Wetz/Scharf 11:8, 5:11, 5:11, 10:12, Stork/Bedenk – Süppel/Rose 11:9, 11:9, 9:11, 7:11, 11:7, Kram – Wetz 11:9, 7:11, 7:11, 11:6, 11:13, Martin – Treiber 11:8, 11:9, 11:7, Sponsel – Scharf 11:9, 5:11, 10:12, 11:3, 13:11, Stork – Brückner 5:11, 11:8, 11:9, 11:3, Hufnagel – Rose 11:5, 10:12, 11:7, 11:9, Bedenk – Süppel 12:10, 4:11, 10:12, 7:11, Kram – Treiber 11:8, 11:7, 9:11, 11:7, Martin – Wetz 11:8, 11:7, 13:11, Sponsel – Brückner 11:4, 8:11, 11:9, 11:7

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